In einem unübersichtlichen und hochgradig wettbewerbsorientierten Markt wie dem Arbeitsmarkt ist der einfachste Weg, einen Job zu finden, sich von einem Recruiter finden zu lassen. Da die Mitgliederzahl bei LinkedIn weltweit inzwischen auf über 1 Milliarde Menschen angewachsen ist, ist Ihre Auffindbarkeit und Unverwechselbarkeit auf der Plattform wichtiger denn je.
Regelmäßige Nutzer der Plattform können Erst-, Zweit- und Drittkontakte sehen. Recruiter, die das LinkedIn Recruiter-Tool verwenden, können jeden Benutzer weltweit finden. LinkedIn verfügt über eine Reihe leistungsstarker Algorithmen, die Recruitern helfen, ihre Ansprache chirurgisch zu verfeinern: Das Verständnis, wie diese funktionieren, ermöglicht es Ihnen, Ihr Profil für maximale Auffindbarkeit zu optimieren:
1. Nutzen Sie die Funktion „Fähigkeiten“
LinkedIn hat kürzlich die Anzahl der Fähigkeiten, die Sie in Ihrem Profil angeben können, von 50 auf 100 erhöht. Sie können Fähigkeiten in drei Bereichen Ihres Profils ergänzen: für jede Position, die Sie innegehabt haben, für ehrenamtliche Positionen und für Ihre Ausbildung. Die Nutzung der Funktion „Fähigkeiten“ ist zunehmend entscheidend, da laut LinkedIn Auswertung 40 % der Recruiter-Suchen mit Fähigkeiten beginnen, anstatt mit Jobtitel und Unternehmen. Kein Wunder, dass der Jobtitel heutzutage nicht mehr viel Aussagekraft hat, wenn Sie es nicht glauben, versuchen Sie doch einfach einmal die feine Unterscheidung zwischen einem „Embedded Software Engineer“ und einem „Embedded FPGA Software Engineer“ als Suchkriterium herauszuarbeiten. Vermeiden Sie, wo immer möglich, allgemeine Gemeinplätze wie „Projektmanagement“ und entscheiden Sie sich für eine genauere Spezifikation wie „Agile“, „Waterfall“ oder „Scrum“.


2. Interagieren Sie mit der „Talent Area“ (oder Netzwerkbereich) der Unternehmen, für die Sie arbeiten möchten.
Ganz gleich, ob eine Recruiter-Suche mit dem Jobtitel oder mit den Fähigkeiten beginnt, das erste Kandidatenfeld-Feedback ist tendenziell ziemlich breit und unspezifisch. Eine der Möglichkeiten, die LinkedIn Recruiter bietet, um die Daten zu segmentieren, ist die Bereitstellung einer Teilmenge von Kandidaten, die „mit Ihrer Talent Area verbunden sind“. Benutzer, die sich für Jobs beworben haben, die Unternehmensseite auf LinkedIn abonniert haben oder sich mit Beiträgen von der Unternehmensseite befasst haben, erscheinen in diesem Pool. Sie werden eher von einem Recruiter bei Apple hören, wenn Sie mit der Talent Area von Apple interagieren. Also folgen Sie unbedingt allen Seiten der Unternehmen, bei denen Sie arbeiten möchten.
3. Nutzen Sie die „Open-to-Work“ Funktion
In Anbetracht der Tatsache, dass nicht jeder öffentlich bekannt machen möchte, dass er/sie bereit für den nächsten Jobwechsel ist, bietet LinkedIn zwei verwandte Funktionen an. Das grüne Banner „OPEN-TO-WORK“, das für alle Benutzer sichtbar ist, liefert trotz, oder vielleicht wegen seiner plakativen Natur, tatsächlich die beabsichtigten Ergebnisse.
Wie auch immer Sie sich in Bezug auf das öffentliche Banner entscheiden, Sie sollten wenigstens die vertrauliche Benachrichtigung verwenden, die den Recruitern signalisiert, dass Sie an neuen Möglichkeiten interessiert sind: Benutzer, die dies tun, erhalten laut LinkedIn 40 % mehr Kontaktanfragen von Recruitern.
4. Laden Sie Ihren Lebenslauf auf LinkedIn hoch
Das Hochladen Ihres Lebenslaufs erfüllt zwei wichtige Funktionen: Es ermöglicht Ihnen, sich direkt aus der App heraus auf Stellen zu bewerben und solange Sie den Umschalter für „Lebenslaufdaten mit Recruitern teilen“ ausgewählt haben, verbessert es signifikant Ihre Auffindbarkeit. Sie können sicher sein, dass Ihr Lebenslauf nur für Recruiter sichtbar ist, die das LinkedIn Recruiter-Produkt verwenden, und nicht für normale User.

5. Überprüfen Sie regelmäßig alle Ihre Nachrichtenpostfächer
In den App- und Desktop-Versionen von LinkedIn werden Nachrichten jetzt in „FOCUSED“ und „OTHER“ Unterordner sortiert und Sie sollten sich angewöhnen, beide regelmäßig zu überprüfen. Quer über die gesamte Kontaktschiene der LinkedIn-Plattform beträgt die durchschnittliche Antwortrate auf Kontaktanfragen von Recruitern nur 30 % lt. LinkedIn. Von zehn Kandidaten, denen Recruiter Nachrichten senden, antworten also nur drei, und das beinhaltet auch diejenigen, die antworten, um mitzuteilen, dass sie nicht interessiert sind, also gibts hier anscheinend nicht die Spur von FOMO, obwohl wir uns sonst nirgendwo mehr davon frei machen können?
Ganz gleich, ob Sie derzeit auf Jobsuche sind oder nicht, Sie kennen fast sicher jemanden, die/der es ist. Gewöhnen Sie sich an, auf Recruiter zu antworten, die sich an Sie wenden, damit Sie Leute in Ihrem Netzwerk mit Gelegenheiten verbinden und entscheidende Beziehungen zu Recruitern aufbauen können, die Ihnen in Zukunft wahrscheinlich nützlich sein werden. Der Talentmarkt nach der Pandemie ist unglaublich unübersichtlich zu navigieren, und es hilft, wenn Ihr LinkedIn-Profil einen Großteil der Arbeit für Sie erledigt, um Sie von der Konkurrenz abzuheben. Dazu kommt, dass es Leuten wie mir einfach Job und Leben erleichtert und wenn Sie irgendwann im Auswahlraster einer KI landen (was Sie natürlich nicht einmal bemerken), ist Präzision sowie oberstes Gebot – vielen Dank!
